STANDPUNKTE
EDITIONS





Edition Nº 1
Jürgen Mayer H.
Metropol Paraspol

Neuordnung der Plaza de la Encarnación in Sevilla, Spanien. Metropol Parasol ist das neue Wahrzeichen der Stadt Sevilla – ein Ort der Identifikation und zur Darstellung der Rolle Sevillas als einer der faszinierendsten Kulturorte Spaniens. Metropol Parasol bietet das Potential, die Plaza de la Encarnación zu einem neuen zeitgenössischen urbanen Zentrum zu machen. Die Rolle dieses einzigartigen städtischen Raumes im Zentrum der dichten Struktur der mittelalterlichen Altstadt von Sevilla schafft eine große Vielfalt differenzierter Aktivitäten, von der Darstellung der Stadtgeschichte bis hin zu Freizeit- und Einkaufsmöglichkeiten. Die gut entwickelte Infrastruktur macht den Platz lebendig als Ziel für Touristen und für die Bürger der Stadt. Das Konzept „Metropol Parasol“ mit den großen pilzartigen Strukturen beherbergt im Untergeschoß ein archäologisches Museum, eine Markthalle auf Platzebene, einen erhöhten Platz für Events, sowie Bars, Restaurants und einen Panorama-Rundgang auf den Parasols. Die mit Polyurethan beschichtete Holzstruktur wächst aus der Ebene der archäologischen Ausgrabung zu einem Signet für die Stadt. Das multifunktionale Angebot von Metropol Parasol initiiert eine dynamische Entwicklung für kulturelle und kommerzielle Einrichtungen im Herzen von Sevilla.

225× 370 mm, offset print, metallic ink on fluorescent, coated paper.Limited edition of 70 numbered and signed prints and ten artist’s proofs as the 2007 year-end edition for Standpunkte members, benefactors, and patrons.



Edition Nº 2
Philipp Schaerer
Bildbauten

Die unter dem Titel «Bildbauten» zusammengefasste Bildserie beschäftigt sich mit der Wirkung und dem Glaubwürdigkeitsanspruch fotografisch anmutender Architekturabbildungen und hinterfragt das Medium «Fotografie» als wirklichkeitsabbildendes, dokumentarisches Beweisstück. Als Beispiel dienen Frontalansichten frei erfundener Architekturen. Durch ihre überspitzte und inszenierte Darstellung orientieren sie sich nicht unironisch an der Objekthaftigkeit und der formalen Sprache zeitgenössischer Architektur. Alle Bilder versuchen eine Wirklichkeit wiederzugeben, sind aber nicht fotografisch entstanden, sondern mittels Bildsynthese und digitaler Montagetechniken, von Grund auf neu entworfen und konstruiert worden.

322× 240 mm, skala offset print, FM Staccato, coated paper.

Limited edition of 4 different Bildbauten, each at 30 numbered and signed prints and two artist’s proofs; as the 2009 year-end edition for Standpunkte members, benefactors, and patrons. Ten sets of four prints were produced as a special portfolio for sale.




Edition Nº 3
Herzog & de Meuron
1111 Lincoln Road

1111 Lincoln Road ist eine öffentliche Einrichtung wie ein Bahnhof oder ein Flughafen; wo man von einem Verkehrsmittel auf ein anderes umsteigt. Die angrenzende Lincoln Road Mall ist ein äusserst lebendiges, urbanes Erlebnis, eine Einkaufsmeile für Fussgänger, wo kleinere Restaurants und Bars ihre Gäste rund um die Uhr und über das ganze Jahr unter üppigen Bäumen bedienen. 1111 ist ein neuer Ort für Leute, die ihr Auto stehen lassen, um an der Lincoln Road Mall zu flanieren, ins Kino zu gehen oder eine Runde im Meer zu schwimmen. Ein gewöhnliches Parkhaus mit einer die innere Hässlichkeit kaschierenden Fassade wäre den städtischen Anforderungen dieser Lage nicht gerecht geworden. Das Parkhaus ist stattdessen eine völlig offene Betonstruktur, deren Raumhöhen die üblichen Dimensionen von Parkhäusern teilweise um das doppelte oder gar das dreifache überschreiten, um komplementäre Nutzungen mit permanentem aber auch ephemerem Charakter zu beherbergen. Mit ihren eindrücklichen Ausblicken auf die Umgebung dient die Struktur als flexibles Gefäss für Feste, Dreharbeiten, Foto Shootings, Modeschauen, Konzerte und eine Vielzahl anderer sozialer oder kommerzieller Aktivitäten. Die statische Struktur ist die Architektur. Das Parkhaus ist ein Organismus, der sich aus einer Familie von Betonplatten zusammensetzt, die sich der Situation entsprechend als Decken, Stützen oder Rampen entfalten. Die Ausrichtung und Form dieser Elemente entsteht durch das Zusammenwirken verschiedener Kräfte, einer komplexen Verbindung von Grundstück und Bauvorschriften, programmatischen Entscheiden und dem Anspruch, die neue Struktur einerseits in die Lincoln Road Mall zu integrieren und andererseits deren Anfang an der Ecke der Alton Road zu definieren. Eine offene, skulpturale Treppe in der Mitte des Gebäudes macht den Fussgängerverkehr im Parkhaus zu einem zeremoniellen Ereignis mit ungeahnten Ausblicken, was auch für das Parken zutrifft. Die Privatresidenz, die sich auf dem Horst des obersten Geschosses befindet, geht über in Terrassen; sie ist in die Struktur eingebettet, jedoch abgeschirmt durch eine üppige Landschaftsarchitektur.

Photograph by Erica Overmeer

210 × 297 mm, pigment print on baryta paper.

Limited edition of 70 numbered and signed prints and ten artist’s proofs as the 2010 year-end edition for Standpunkte members, benefactors, and patrons.




Edition Nº 4
Hans-Christin Schink
Villa Tudendhat

Die Aufnahme aus dem Inneren der 1929 nach Entwürfen von Ludwig Mies van der Rohe errichteten Villa Tugendhat in Brno, Tschechien entstand im Jahr 2007. Der deutsche Fotograf Hans-Christian Schink arbeitete damals an der Bildstrecke für die den Wohnbauten von Mies gewidmete Doppelnummer 48/49 der in Barcelona erscheinenden Reihe von Architekturmonografien 2G – International Architectural Review, 2009 herausgegeben von Gustavo Gili. Bereits 2001 fand die Villa Tugendhat als Denkmal moderner Architektur Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste; nach ihrer umfassenden Restaurierung ist sie seit 2012 öffentlich zugänglich.

240 × 300 mm, C-Print.

Limited edition of 80 numbered and signed prints and ten artist’s proofs as the 2012 year-end edition for Standpunkte members, benefactors, and patrons.




Edition Nº 5
Johnston Marklee
Menil Drawing Institute

The design of the Menil Drawing Institute (MDI) in Houston reflects the intimacy and direct engagement with art that underlies the domestic and the institutional character of the Menil campus. Situated in a park-like setting, the new building assumes the scale of both a house and a museum. The project is composed of a series of buildings unified by a roof that extends over the landscape. This canopy defines two courtyards that belong to both park and building, acting as thresholds between interior and exterior spaces. The building volumes beneath the roof hold specific functions, while more loosely defined activities take place in the areas between. Designed for the display of drawings and works on paper that are extremely sensitive to light, the experience of natural light is carefully modulated and controlled throughout the building. As visitors approach the structure, a first refuge from the strong sunlight is found under the roof and the courtyard tree canopy. Within the building, public spaces receive diffuse natural light, which is sculpted by the folds in the roof plane and complemented by concealed artificial light sources in the creases of both walls and ceiling. The journey is choreographed to soften the transition from the linear quality of exterior light and shade to the volumetric light within the building.

297 × 210 mm, collage (multiple) hand trimmed and assembled.

Limited edition of 70 numbered and signed prints and ten artist’s proofs as the 2013 year-end edition for Standpunkte members, benefactors, and patrons.





Edition Nº 6
Maris Mezulis
Le Grand Paris

In 2008, the President of the Republic, Nicolas Sarkozy, initiated an international research project entitled “Le Grand Pari de l’agglomération parisienne” to investigate possible futures for the agglomeration of the French capital. It is in this context that Maris Mezulis got to know Paris from the air, documenting the city edge to edge and beyond to illustrate French architect Jean Nouvel’s arguments for this vision of the city in 2030. Working by helicopter made it possible to survey a vast area in a matter of days, and to move quickly between a range of key locations. The study, Mezulis recalls, significantly expanded his understanding of Paris, revealing incredibly bizarre typologies in the sprawl of the megacity beyond the peripherique: a chaotic assemblage of fragments clashing with the image of the orderly Haussmannian core.

297 × 210 mm, photographic print on paper.

Limited edition of 80 numbered and signed prints and ten artist’s proofs as the 2016 year-end edition for Standpunkte members, benefactors, and patrons.